Bergbohnenkraut- Satureja montana

 

Bergbohnenkraut- Satureja montana

 

Das Bergbohnenkraut, edler Cousin unseres Speisebohnenkrautes gilt nicht nur als Starkmacher des Verdauungstraktes und als Aphrodisiakum par excellence- es ist auch der Infektionsbekämpfer schlechthin.

 

Satureja kann man verstehen als eine Art Sphärenwandler, der uns immer wieder vor die gleiche Frage zu stellen scheint:

Wollen wir uns weiter entwickeln oder wollen wir abstürzen?

Wollen wir unsere physischen, mentalen Fähigkeiten nutzen, um uns zu reflektieren und dadurch unsere Umwelt zu etwas besserem werden lassen?

Oder geben wir einfach nach, lassen wir uns treiben und von Alltagsbanalitäten in ein sinnloses Leben verführen?

 

In wohl jedem Menschen streiten ab und zu diese zwei Herzen: Das eine liebend und die Welt verbessern wollend und das andere, sich hingebende, sich treiben lassende. Und es gibt Zeiten, da siegt das eine in uns, und es gibt andere Zeiten, da mag das andere das stärkere sein. So gibt es ?sone? und solche Tage.

 

Unser Kern aber, das was wir wohl als Seele bezeichnen, der kam hierher auf die erde, um sich einen Wunsch zu erfüllen und vermutlich, um hier einen Auftrag auszuführen. Von diesem Auftrag entfernt zu sein, das kann unser Inneres immer nur eine gewisse Zeit aushalten, dann fordert es wieder eine Reflektion ein.

 

Eine jede Infektionskrankheit, die wir erleben, ist im Grunde eine solche Reflektion. Unsere Psyche sagt: Halt! Hier ist ein Punkt erreicht, da muss ich reflektieren, muss ich alle erlebten und gefühlten Begebenheiten in meine innere Weisheit integrieren.

Diese Integrationsarbeit ist eine innere Arbeit.

Das spüren wir zu beginn eines jeden Infektes: Wir haben eine ?Matschbirne?, wir nehmen unsere Umwelt vermutlich wie durch eine Glasscheibe wahr, so sehr sind wir abgelenkt, von den dann wichtigen Dingen, die sich in unseren Gefühlen abspielen.

 

Wir gehen dann in den Kokon.

 

Das ist, als würden wir einen Hochleistungsrechner updaten.

Und so lange dieses Update läuft, laufen andere Programme nur noch sehr, sehr langsam- oder auch gar nicht mehr. Kokon?..

 

Einen Infekt holt sich also nur, wer ihn benötigt. Das gilt auch für die Schweinegrippe. Es gilt für jeden Infekt. Und es ist weniger wichtig, wie sein jeweiliger Erreger heißt, es ist wichtiger, wie dringend wir ein emotionales update benötigen oder nicht. Wie reif wir für einen neuerlichen Kokon sind.

 

Bergbohnenkraut verteidigt das biologische Leben. Sein Sitz ist die Genitalsphäre. Und es drängt zum Zeugen. Es stimuliert die Menschen zur Vereinigung.

Es verteidigt darüber hinaus aber auch, in dem es Krankheitserreger einfach platt macht.  Es ist ein sehr starkes Infektionsbekämpfungsmittel, es wirkt antibakteriell, gegen Pilze und sogar gegen Parasiten. Es verteidigt rundum: Staphylokokken, Enterokokken, Escheria-coli-Bakterien, Pilzsporen.

 

Vermutlich ist es doch so: Wenn wir uns im Alltag ausreichend Zeit nehmen würden, unsere jeweiligen Erfahrungen zu integrieren, dann wären wir fortlaufend ?ge_updated? und bräuchten dann keinen Frühjahresputz der Gefühle, keinen Herbstputz, keinen Winterputz. Wir nutzten ganz einfach den Tag zum Erfahrungen sammeln und die Nacht, um sie in Weisheit zu verwandeln.

Und wir hätten gewährleistet, was man landläufig so sagt: gesunde Seele- gesunder Körper.

 

Doch wer bekommt das schon fortlaufend hin?

Keiner vermutlich. Ich nicht, du nicht, alle nicht.

 

So kommt uns also immer wieder ein Kokon zur Hilfe,

bringt uns dazu, uns in ihn und unser Bett zurück zu ziehen,

und es uns dort solange gemütlich zu machen,

bis unser Updaten durch  gelaufen ist.

Dann stehen wir wieder auf und sind durch unsere Erfahrungen ein bisschen weiser und am Körper dann gesünder und haben sogar unsere Immunabwehr noch gestärkt dabei.

 

 

Stellen wir uns für eine gewisse Zeit lang das Bergbohnenkraut an die Seite,

dann wird es uns in einen gesunden Rhythmus der wohlwollenden Eigenschaften von Tag und Nacht bringen. Es wird unseren Körper beruhigen, uns zurück lehnen lassen, und die emotionale Verarbeitung beschleunigen.

Es wird mit uns in sanfter Form das tun, was eine Infekt oder eine Grippe in forscherer Art mit uns zu tun pflegt.

 

Es greift also voraus.

Es schützt uns nicht nur dadurch, dass es erstaunlich wirkungsvoll die Krankheitserreger bekämpft, sondern auch dadurch, dass es der Integration seelischer Prozesse vorgreift.

 

Wer bereits in einem solchen Prozess ist, der braucht auch keinen neuerlichen!

 

Bergbohnenkraut gilt als die heißeste unter unseren Essenzen, die angeratene Dosierung ist daher eine miminalistische. Die größte Kraft entfaltet es bei innerer Anwendung. Ein halber Teelöffel des Hydrolats in einer Tasse Kräutertee, gerne zusammen mit Rosmarin und Nelke als wärmendes Vorgreifen auf eine gesunde Abwehrlage. So kann es seinen Schutz schon aufbauen, lange bevor erste Krankheitskeime uns in den nächsten Kokon einladen- sowohl auf körperlicher Ebene als auch auf emotionaler.

 

Ich wünsche euch besinnliche Nächte unter der schützenden Hand dieses kleinen Wunderkrautes.

 

Biggi, November 2009

 

 

 

 

 

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