Fussmassage mit ätherischen Ölen

Ihr Lieben,

der Winter kommt jedes Jahr auf neue, manchmal mit viel Sonne, aber dafür eisiger Kälte und einem scharfen Wind.

Das  ist Erkältungszeit und ich möchte Euch das Wissen alter Homöopathen, die damals - so zwischen 1850 und 1904 - auch noch hervorragende Naturheilkundler waren, nicht vorenthalten.

Damals gab es noch keine Antibiotika und so setzten Homöpathen neben den homöopathischen Arzneien auch ätherische Öle und andere, aus der Natur geborenen Heilmittel ein, um ihre Patienten möglichst glimpflich und schnell aus der Krise zu geleiten.

Die kalte Jahreszeit lässt uns nun wieder zunehmend zum Lesen kommen. Der Garten reizt nichts mehr ganz so sehr und auch die Abende werde wieder länger, zu lang bereits, sie gänzlich vor dem Fernseher zu verbringen. Wir schalten also allmählich auf Winterbetrieb um.

In einem der alten Bücher der Altvorderen habe ich nun etwas gelesen, was mich gleich gepackt hat:

Sie empfehlen neben Aconit, Balladonna, Pulsatilla und Co. Fußmassagen, durchgeführt mit ätherischen Ölen. Denn über die  Massage des Fusses erreichen wir alle Organe und das auch noch schonender, als die ätherischen Öle direkt dort aufzutragen, wo das Leiden sich zeigt.

Gerade für Kinder und für fiebernde oder auch geschwächte Menschen eine wunderbare Behandlungsweise, denn Fußmassagen entspannen und entlasten den gesamten Organismus.

Auch erreichen wir über eine Fußmassage allein durch die dort befindlichen Reflexzonen alle Körperteile und den Weg dorthin suchen sich die ätherischen Öle über das Blut.

Wer mal einen Test machen möchte: Einen Tropfen ätherisches Öl, beispielsweise Dill oder Kümmel, auf die Ferse geben und warten, wie lange es wohl dauert, bis der Geschmack im Mund ankommt.

Die Altvorderen empfehlen weiter, die massierten Füsse anschließend warm einzupacken und generell den Körper in Ruhe und Wärme zu lassen.

Kinderöle, die mir spontan einfallen:

- Zimt für die Wärme,
- Mandarine zum Trost,
- Cajeput bei Erkältung generell
- Thymian geraniol gegen den Husten

Daraus eine Mischung könnte man das ganze auch Kindererkältungsöl für die Fußmassage nennen.

Für Erwachsene:

- Teebaumöl antiseptisch
- Ravensara bei hartnäckigem Husten
- Ravensara auch bei erschöpfender Erkältung
- Bergbohnenkraut bei Halsschmerzen (bitte nicht bei Kindern)
- Eukalyptus globulus bei Husten (gibt Luft)
- Thymian geraniol ebenfalls bei Husten (schleimlösend)

Auch hier hilft die Nase, wenn wir uns eine Mischung zubereiten wollen.

Als Basisöl bei Erwachsenen: Sonnenblumen- oder Olivenöl. Anteil
ätherische Öle: 3 %
Für Kinder: Gilt das gleiche, gerne mögen Kinder aber auch Pfirsichkern- oder Mandelöl. Anteil ätherische Öle: 1,5 %, bei Säuglingen 0,5 %.

Für die Massage beachten: Genug Öl nehmen, gerne das Öl vorher auch leicht erwärmen (das ist BALSAM für die Seele!), gleichmässig und ruhig massieren, jeden einzelnen Zeh ebenso verwöhnen, wie den ganzen Rest des Fußes, gerne auch mal die Hände um Rist und Ferse legen und leicht daran ziehen. Folgt Euren Instinkten: Wenn ein Finger mal hier oder da länger verweilen möchte, lasst das zu. Wer weiß, welcher Reflexzone er sich da gerade widmet. Ihr könnt gerne auch mal ausprobieren, wie die Druckempfindlichkeit an einigen Stellen ist. Es ist erstaunlich, wie sich diese über Tage verändern kann. Das aber bitte nur an einem Erwachsenen Fuß!

Gute Besserung!

Liebe Grüße aus Tremmen

 

Oktober 2009, Heike Wischer

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