Natürliche Folsäure in der Nahrung

 

Natürliche Folsäure ist in zahlreichen Lebensmitteln enthalten, folgende konnte ich finden:

Grundsätzlich wird Folsäure aus tierischen Nahrungsmitteln besser resorbiert als aus pflanzlichen.

 

Folsäurequellen aus dem Tierreich:

Rinderleber

Eigelb

Milch

Käse

Milchprodkte

 

 

Pflanzliche Folsäurelieferanten:

dunkelgrüne Blattgemüse

Salat

Bohnen

Spargel

Weißkohl

Rosenkohl

Spinat

Brokoli

Tomaten

Karotten

Orangensaft

Vollkornprodukte

Weizenkeime

Nüsse

 

 

Hier einige genauere Angaben:

 

Lebensmittel

Mikrogramm
(je 100 Gramm)

 

 

Weizenkeime

520

Sojabohnen

230

Schweineleber

220

Eigelb

154

Fenchel

100

Chinakohl

85

Spargel

85

Spinat

80

Blumenkohl

55

Endivien

50

Roggenvollkorn

40

Kopfsalat

35

Linsen

35

Brokkoli

35

Haferflocken

25

Vollkornreis

16

 

 

An Folsäure reiche Lebensmittel enthalten in 100 Gramm

  • Weizenkeime 304 mcg
  • Rinderleber, gegart 242 mcg
  • Orangensaft 223 mcg
  • Schweineleber, gegart 88 mcg
  • Spargel, frisch 73 mcg
  • Rosenkohl, frisch 72 mcg
  • Eigelb 70 mcg
  • Wirsingkohl, frisch 66 mcg
  • Broccoli, frisch 60 mcg
  • Blattspinat, frisch 56 mcg

Und hier noch einiges Bemerkenswertes:

 

Tomaten gelten als ein wichtiger Folsäure-Lieferant. Dennoch wird derzeit an einer gentechnisch manipulierten Tomate gearbeitet, die noch mehr Folsäure enthalten soll. Ich frage mich, wozu?

 

 

 

Milch und Leinöl gelten als Schützer der B-Vitamine:

 

Kuhmilch enthält sogenannte konjugierte Linolsäuren (CLA), das ist eine Fettsäurengruppe, die krebshemmend wirkt. Interessant:  Freilandkühe haben besonders viel davon. Wissenschaftler der Uni Jena haben festgestellt, dass Milch von Kühen, die im Sommer ausschließlich auf der Weide gehalten werden, dreimal mehr CLA enthält, als  die Milch von Kühen, die im Stall gehalten werden. CLA kommt in Vollmich und fettreichen Milchprodukten und Käsesorten vor. Fettarme Milchprodukte enthalten weniger oder gar keine CLA.

 Auch Leinöl schützt die B-Vitamine und somit auch die Folsäure. Vielleicht sollten wir wie früher einfach mal wieder Pellkartoffeln mit Quark zu Mittag essen ? Auch lecker: Einen Kräuterquark als Brotaufstrich herstellen und ein wenig Leinöl unterrühren.

 

 

Schutz durch Nüsse:

Bei der Auswertung der Adventist Health Study, bei der von 1977 bis 1982 die Ernährungsgewohnheiten von über 30.000 Adventisten erfasst wurden, zeigte sich, dass Studienteilnehmer ein um 24 % niedrigeres Herzinfarktrisiko hatten, wenn sie ein- bis viermal die Woche Nüsse aßen. Bei Personen mit täglichem Nussverzehr war das Herzinfarktrisiko um 50 % verringert. Die Fortsetzung dieser Studie über einen Zeitraum von 12 Jahren bestätigte die ersten Ergebnisse: Bei hohem Nussverzehr kam es seltener zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und ohne diese Krankheiten erhöhte sich bei Männern die Lebenserwartung um 5,6 Jahre, bei Frauen um 4,7 Jahre. Auch bei älteren Menschen über 80 Jahre zeigte sich ein deutlicher Schutzeffekt des Nusskonsums gegen Erkrankung der Blutgefäße.

 

Jetzt kommt die Jahreszeit der Nüsse. Dies mag uns an den Brauch erinnern, in der Vorweihnachtszeit wieder einen Teller voller Nüsse nebst Nussknacker auf den Tisch zu stellen.

 

Studentenfutter , geröstete Mandeln, Wallnüsse in Honig oder ganz einfach eine Dose gerösteter Erdnüsse dürften hier auf ganz einfache Art und Weise für ausreichende Abwechslung sorgen.

 

Einige Menschen haben einen erhöhten Bedarf an Folsäure:

  • schwangere und stillende Frauen
  • ältere Menschen, Senioren
  • Frauen in den Wechseljahren
  • Frauen mit fehlendem Eisprung (Östrogendominanz, Progesteronmangel)
  • Menschen mit einer  Essstörungen
  • Menschen mit chronischen Darmerkrankungen
  • bei Mangel- oder Fehlernährung
  • Menschen mit chronischen Blutungen (Myome)
  • Menschen mit perniziöser (megaloblastärer) Anämie als Folge eines B12-Mangels
  • Menschen mit hohem Alkoholgenuss
  • Menschen, die gern rauchen, sowie
  • bei Einnahme bestimmter Arzneimittel (Antikonvulsiva, Pille, einige Zytostatika, Barbiturate)

Andere Menschen sollten Folsäure eher meiden:

·         an Krebs erkrankte Menschen

·         Epileptiker

 

Wird gerne ergänzt......

 lieber Gruss

Birgit Zart

Okt 2008

 

 

 

 

Buchtipp: "Frauen sind anders krank als Männer"

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Fundiert und topaktuell!

 

Beim Lesen dieses Buches war ich zunächst erstaunt, wie viel weniger

Anamnesestrategie, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten hinsichtlich der Frauen im Vergleich zu denen der Männer eigentlich erforscht ist.

 Mir war auch nicht klar, dass auch in den Studien, die die Wirksamkeit der Arzneimittel erforschen, Frauen noch immer stiefmütterlich behandelt werden- und das Wissen um Wirkungen und Nebenwirkungen hauptsächlich an Männern erforscht wird.

 

Hier setzt die Autorin als Kennerin ihres Faches an und zeigt meisterlich und gründlich auf, welche Besonderheiten Frauen schon im Gespräch mit dem Arzt zeigen, wie bei vielen Krankheitsbildern Frauen ganz andere  Symptome haben als Männer, und wie anders der Frauenkörper Arzneimittel verwertet und auch, dass die Dosierungsangaben der Medikamente

oftmals  für Frauen nicht angemessen sind.

 

Präzise, fundiert und stets unter Angabe von Quellen und Studien führt sie den Leser ein in eine neue, geschlechtsspezifische Medizin.

 

Die Botschaft dieses Buches ist meines Erachtens so enorm wichtig, dass es hierfür später einmal zwei Bücher geben müsste: Eines für Ärzte und Therapeuten, und eines als Ratgeber für alle.

Das vorliegende Buch ist ein wichtiger Auftakt und vereinigt beide Lesergruppen in einem.

 

Es sensibilisiert Therapeuten und Verordner für die medizinischen Besonderheiten in der Diagnostik und bei der Behandlung von Frauen und stellt so die Weichen für eine gelungene geschlechtsspezifische Medizin.

 

Uns Frauen und Männer macht es zu mündigen Patienten, denen es schon immer gut tat, sich eigenes Wissen zu den Beschwerden, die uns selbst betreffen, anzueignen. Hier trägt das Buch dazu bei, sich zum selbstbewussten Patienten aufzuschwingen, und zwar in einem sehr gesunden und sehr fundierten Rahmen.

 

Ich habe zwar keine Angst vor einem Herzinfarkt, ich weiß aber nun, dass die Vorzeichen eines solchen bei einer Frau keinesfalls so aussehen müssen, wie es uns unser an Männern erprobten Allgemeinwissen bisher erklärt hatte. Und dass entsprechende Medikamente allein schon durch die Wechselwirkungen mit der Hormonwelt von Frauen gänzlich anders ausgesucht werden müssen, als bisher.

 

So klärt das Buch umfassend über die verschiedenen Krankheitsbilder auf, die über Inhaltverzeichnis und darüber hinaus über ein umfassendes Register zu finden sind.

 

Von mir fünf Sterne nicht nur für die ansprechende Aufmachung und die gute Lesbarkeit des Buches, sondern noch mehr für das neue und wichtige Wissen, welches in jedes Wartezimmer ebenso gehört, wie in jeden Haushalt!

 

 

 

 

 

 

 

 

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