Wir erschaffen unsere eigene Realität

Die Vorstellung, dass unsere Gedanken wesentlich dazu beitragen, dass unsere Wünsche sich erfüllen, müsste uns eigentlich in wahres Entzücken versetzen. Es ist, so scheint es auf den ersten Blick, nicht schwer, sich das richtige zu wünschen. Viele der zum Thema Glück und Wunscherfüllung auf dem Markt erschienenen Bücher verheißen uns Gesundheit und Reichtum, kurz: Ein Leben in Hülle und Fülle, wenn wir es denn schaffen, unsere Gedanken und unsere Wünsche eben richtig zu denken und zu wünschen.   

Neueste Erkenntnisse aus den wissenschaftlichen Bereichen der Quantenphysik, der Molekularbiologie und den verblüffenden Versuchen mit dem sogenannten Morphogenetischen Feld scheinen die Aussagen der Autoren zu untermauern. Alte starre Erkenntnisse der allgemein anerkannten Wissenschaft weichen auf. Noch streiten sich die Gelehrten über die Seriosität solch neuer Ergebnisse, die so manches Weltbild auf den Kopf stellen könnten. Aber ihr allmählicher Einzug in das Bewusstsein der Menschen ist schon längst nicht mehr zu stoppen: Wir scheinen auf Grund des Resonanzgesetztes aus dem Universum dass abzurufen, was wir in den Wald hineingerufen haben.  

Doch wer kennt es nicht, dass Märchen von den drei Wünschen, die der Glückliche frei hat. Jedoch stolpert er auf dem Weg zu seinem Glück über so viele alte Überzeugungen, Kleinlichkeiten, Verletzungen und Dummheiten, dass sein Guthabenkonto aufgebraucht ist, bevor er überhaupt den ersten entscheidenden Wunsch ausgesprochen hat. Tief unglücklich über sein Pech und seine Unzulänglichkeit lebt er weiter in dem Bewusstsein, vom Leben benachteiligt zu sein. Von Gott und der Welt verlassen.  

Jeder ist seines Glückes Schmied: Das haben wir bereits als Kind gelernt. Gerne mögen wir das auch glauben, in guten Zeiten, wenn wir mit uns und unserem Leben völlig einverstanden sind. Schwieriger wird es jedoch, wenn es uns nicht gut geht, wenn wir vom Pech verfolgt sind und nicht wissen, wie wir die nächste Miete bezahlen sollen.  

Die Sache mit dem Wünschen und der von uns selbst erschafften Realität hat nämlich einen Haken: Unsere Gedanken werden maßgeblich durch unsere Gefühle bestimmt. Sie mischen mit und nähren sich wiederum aus dem, was wir wahrnehmen und was wir glauben. Schmerz, Kummer, Trauer und auch Angst sind starke Gefühle, die sich nicht einfach weg denken lassen. Wir müssen schon enorm viel Kraft aufbringen, um sie zu ignorieren, unter Kontrolle zu behalten. Und selbst wenn uns das gelingt, bleibt trotzdem ihre Energie in uns bestehen. Sie haben also Einfluss auf die Reinheit unserer Gedanken und Absichten und gestalten mit, was wir wie in den Wald hinein rufen.  

Ein Mensch, der sich aufrecht bemüht, richtig zu denken und zu wünschen, kann sich da schon gehörig die Haare raufen, wenn er sich immer wieder dabei erwischt, wie seine Gedanken an ein neues Auto selbständig zum leeren Konto wandern, sobald er sie nicht mehr kontrolliert. So kann Wünschen zu reiner Schwerstarbeit werden wenn nicht sogar zu starken Selbstzweifeln führen.  

Wir erfahren also, wie das geht, das richtige Wünschen. Aber uns wird nichts über den Umgang mit unseren Gefühlen verraten. Es scheint also das Bindeglied von den Gefühlen zum Wunsch zu fehlen.  

Die Autorinnen Dr. Susanna Lübcke und Anne Söller schließen mit ihrem Buch "Emotionalkörper-Therapie" diese Lücke.  

Die EmotionalKörper-Therapie ist eine sanfte Methode, die uns helfen kann, verdrängten Gefühlen, seelischen Blockaden und körperlichen Beschwerden in Liebe nahe zu kommen und sie aus ihren Verstrickungen zu lösen. Allein oder mit einem Begleiter an unserer Seite besuchen wir bekannte und unbekannte Räume in unserem Inneren. Wir kommen in Kontakt mit all unseren Gefühlen, die wir dort vorfinden, erleben ihre reine, ursprüngliche Kraft und lernen in gesunder Weise mit ihnen umzugehen. Grundlage dieser Methode ist die Liebe zu unseren Mitmenschen und zu uns selbst. Liebe meint Eigenschaften wie Mitgefühl, Verzeihen, Geduld, Klarheit, Offenheit und Annahme. Wir enthalten uns jeder Kritik, jedes Urteils und jeder Schuldzuweisung. Wir respektieren Bedürfnisse und Leid, wir nehmen Leid an - und helfen, das Leid zu transformieren. Sobald ein Mensch erfährt, dass hinter der Leidensschicht seine wahren Schätze zu finden sind, wird er neue Gefühle und Qualitäten in seinem Körper wahrnehmen können.  

Sich selbst wieder lieben lernen, das hat sich dieses Buch auf die Fahne geschrieben. Und aus der Liebe heraus können wir unser Glück und die kleinen Geschenke des Lebens allmählich auch wieder sehen.  

 

Heike Wischer, September 2009

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