Aconitum

Bild freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gudjons.de

Deutsche Bezeichnung:Blauer oder echter Eisenhut

Wörtlich übersetzt bedeutet Aconitum "Ohne Staub". Die Pflanze benötigt kaum Erde, um Wurzeln zu bilden, und produziert dennoch das stärkste bekannte Pflanzengift. Bei Krankheitsprozessen, auf die Aconitum paßt, verhält es sich vergleichbar. Ohne zunächst erkennbare Ursache wird der Patient, aus dem Nichts, sozusagen aus heiterem Himmel, von Krankheitssymptomen überfallen.

Leitsymptome:
Angst - plötzlich auftretende unkontrollierbare Angst - überzogene Angstzustände mit Todesfurcht - leidet nach Schlüsselerlebnis über Jahre hinweg - Ruhelosigkeit und Zittern - plötzlich auftretende Erregungsphasen - hohes Fieber ohne Schweiß - Haut und Schleimhäute trocken und heiß - Durstlosigkeit - extremes Zittem - Erröten - Kälte - Krankheit entwickelt große Hitze - Schwindel - einseitige Trübung - Hochschrecken kurz nach dem Einschlafen aus Angst vor Ersticken - Panik - Angstträume -



Typ:
Lebhafter extrovertierter Mensch - teilnahmsvolle Menschen, aber empfindsam gegen Schock durch plötzliche Belastung des Kreislaufs - Schwäche des Nervensystems liegt wahrscheinlich vor - Robuste Personen, mit rotem Gesicht - neigt aber allgemein zu Blaufärbung


Psyche:
auffallend ausgeprägte Angst - sagt seine Todesstunde voraus - Beschäftigt sich mit dem eigenen Tod - Kinder können plötzliche Wutanfälle bekommen oder Bettnässer werden - Gefühl ,,gerade mit dem Leben davongekommen zu sein"panische Angstanfälle, die kaum kontrolliert werden können (wie Sturm) - leidet unter qualvoller Furcht, Ruhelosigkeit - Krisen, anfallsweise als plötzliche Attacken - Angst kann sich in Wut und Gereiztheit äußem ,,wollen immer die ersten sein" - Ungeduld - will nicht warten - kann dann aber auch in Gleichgültigkeit verfallen als Reaktion auf panische Angst - Ruhelosigkeit und Gleichgültigkeit können abwechseln - Angst um andere, die nicht der realen Situation angemessen ist Gedanken, Befürchtungen, Ahnungen, nicht mehr lange zu leben, deshalb Beschäftigung mit dem Tod


Indikationen:
Hauptindikator:Plötzliches stürmisches auftreten:


Aconit ist das erste Mittel bei Angst, Sonnenstich, Erkältung, Grippe, Herzklopfen, Herzrasen, Herzangst. Alle Beschwerden kommen plötzlich, meist abends oder vor Mitternacht. Heftiges, stürmisches Fieber mit Hitze, Frost, Trockenheit, Dust und vollem, hartem Puls, Kopfweh, Halsweh, Bauchweh, Sommerdurchfälle, Grippe, Katarrhe, Augen, Nase, Mund, Bronchien, Trigeminusneuralgie, Zahnschmerzen, Neuralgien, Muskel- und Gelenksrheumatismus. Krupphusten, Bronchitis, Lungenentzündung, Gallenblase, Harnblase, Blinddarm, Bauchfellentzündung, Ameisenhaufen, Einschlafen der Hände und Füße, Druck-, BerührungsempfindIichkeit, Dermatitis, Sonnenbrand, Verbrennungen.

Kinder:

sich "stürmisch" entwickelnde Erkältung:
Oft sieht man bei Kindern auch eine Rötung der linken Wange. Allgemein herrscht beim kleinen Patienten ängstliche Unruhe gesteigert bis hin zur Todesangst. Am Anfang fröstelt das Kind. Dabei hat er eine heiße, trockene Haut im Gesicht und am Körper. Dabei sind oft die Füße und Hände kalt. Der Puls ist schnell und er fühlt sich kräftig und hart an. Die Erkrankung ist noch nicht auf ein Organ lokalisiert aber ein kurzer, trockener Husten oder eine pfeifende Einatmung sind oft beobachtet worden

Pseudokrupp im Anfangsstadium
Bei Pseudokrupp kann Acon. gegeben werden, wenn das Kind nach dem Einschlafen erwacht und gleichzeitig mit dem Husten eine große Ängstlichkeit und Unruhe vorhanden ist. Oft geht dem Husten eine Kälteexposition voraus. Acon. hat Durst auf große Mengen kalter Flüssigkeit.

Ergänzung gern erwünscht

 

mehr über Aconitum

 

bei Andreas Bunkahle

 

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