Chamomilla

Chamomilla: Deutsche Kamille

Schmerzen, Zahn- und Ohrenschmerzen
Kinder und Babys in der Zahnungszeit
Schnupfen, trockener Schnupfen,
Ohrenschmerzen anfallsweise, Ohr empfindlich gegen Wind
Trockenheit und großer Durst
Quengelige Kranke:
Übellaunig, nörgelig, reizbar und sehr leidend
Müde, doch schlaflos


Wie gerne würde ich nun eine Lobrede schreiben über die echte Kamille, die in der traditionellen Volksheilkunde seit Hunderten von Jahren zu recht etabliert ist. Und wie schmerzlich ist es für mich, zu erleben, wie moderne Wissenschaftler uns aktuell glauben machen wollen, dass chemisch hergestellte Arzneien doch viel weniger Nebenwirkungen hätten, als pflanzliche. Insbesondere den Vorwurf der Kamille gegenüber, sie würde allergische Reaktionen hervorrufen kann nichts anderes sein, als ein Verschütteln von Tatsachen. Wir Homöopathen beobachten ja stets gerne etwas genauer, und ich meine, es lohnt sich auch für Sie, die Wirkungsweise der guten Kamille etwas genauer zu kennen:
In ihren Arzneimittelprüfungen tun bekanntlicherweise Homöopathen genau dies: Sie nehmen ein Mittel ein und zeichnen die Wirkungen dann genauestens auf. So wissen wir, dass die Kamille die Nerven anregt. Ebendies tut auch der Kamillentee. Zumindest bei der ersten Tasse. Trinkt man aber mehr und mehr davon, dann kommt es zu einer Anspannung der Nerven, bis hin zu einer Nervenreizung. Dies mag so manch gutmeinender Mutter erklären, weshalb der seit Generationen für Kinder empfohlene Kamillentee dann quengelige Kinder macht. Geben Sie ihren Kindern gerne Kamillentee, aber stets nur eine Tasse, dann bleiben sie in der wohltuenden Wirkung der Kamille.
Dieses reizbar und scheinbar ärgerlich werden nach wiederholtem Kamillenteegenuss mag uns einige Symptome und Charakteristiken des Arzneimittelbildes erklären: Das Stichwort ?Quengeligkeit?, die Übellaunigkeit, das Jammern, die so sehr stark empfunden Schmerzen durch die überreizten Nerven. Je empfindsamer ein Mensch ist, desto eher wird er auf diese Nervenreizung ansprechen, deshalb sind besonders auch Kinder so oft betroffen.
Auch hier können wir sagen, was ein Übermaß an Kamillenteegenuß verursacht, das heilt die homöopathische Gabe von Chamomilla-Globulis.
Wenn durch homöopathische Chamomilla die Nerven erst beruhigt sind, dann entspannt der Körper und kann seine örtlichen Entzündungen wieder kraftvoll in die Heilung bringen, und zwar nachhaltig!

Ihre Tasse Kamillentee aber genießen sie gerne weiter. Tragen Sie Sorge, dass sie pestizidfrei ist, denn hierher dürften die allergischen Reaktionen kommen, die man der Kamille so bösartig nachsagt, oder noch besser: Säen Sie sich im Garten oder in der Nähe im Freien ein kleines Beet Kamille aus, sie werden ihre Freude daran haben. Im Gegensatz zur homöopathischen Variante verfügt die Pflanze selbst über entzündungshemmende Eigenschaften. Besorgen Sie sich im Antiquariat alte naturheilkundliche Schriften und staunen Sie über die Vielseitigkeit der Heilkraft der Kamille.

Rezept: Kamillenöl
Geben Sie die frischen Blüten der Kamille in Sonnenblumenöl, lassen Sie sie drei Tage darin ziehen und filtern sie dann das Öl. Fertig ist ein entzündungshemmendes, die Nerven beruhigendes Körperöl. Sie können die Wirkung verstärken, in dem Sie in das selbe Öl erneut Kamillen geben.

Quelle: "Die homöopathische Aponeo Hausapotheke",
Birgit Zart, Heike Wischer
verlagM,Tremmen - erscheint im August 2007

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