Was können wir tun bei einem erhöhten Prolaktinspiegel?

aus dem Kinderwunschforum:

 

Guten Morgen, Ihr Lieben,  

liebe Brigitte, hab vielen Dank für deine Mutmachgeschichte. 

 

Gewiss, in sehr seltenen Fällen kann ein schwerwiegendes Krankheitsbild die Ursache eines erhöhten Prolaktinspiegels sein.  

In der Kinderwunschzeit aber würde ich davon grundsätzlich nicht ausgehen. 

Brigitte hat es schön formuliert: Es ist ein Kinderwunschsymptom. 

Es wird sowohl von Frauen entwickelt, nachdem die Zyklen starker Hormongaben beendet sind, als auch von Frauen, die bisher noch keinerlei  medizinische und hormonelle Unterstützung in Anspruch genommen haben. 

Ein erhöhter Prolaktinwert ist also nichts weiter als ein weiteres Zeichen für eine schiefhängende Gemütslage.  

 

Wir erinnern uns:

Unsere Drüsen, wie die Schilddrüse, die Nebennieren und die Eierstöcke bilden im Körper ein Team. Es arbeitet zusammen und es reagiert auf einander.

Veränderungen nur eines Organes bewirken also Veränderungen auch bei den anderen Teammitgliedern. 

 

Ich male nur ein kurzes Bild:

Sagen wir mal, die Schilddrüse regiert unsere Gefühle, unsere Tatkraft, und unsere Empfindsamkeit. 

Unsere Nebennieren regieren unsere Frusttoleranz, unsere Fähigkeit mit Ärger um zugehen. Und sie tun noch etwas: Sie sammeln förmlich Adrenalin! Das bedeutet, wann immer wir wütend sind und diese Wut nicht  irgendwie auflösen können, dann belassen wir diese Wut in der Speisekammer der Nebennieren. Diese glaubt, wir hätten enormen Ärger, und produziert dementsprechend viel Adrenalin. 

Unsere Eierstöcke sind für unsere Fortpflanzung zuständig, aber auch dafür, dass unsere Gefühle in einer Dynamik bleiben, dass wir mal weich sind, und dann auch gerne wieder zickig. Sie selbst leben nach einem Rhythmus und sie nehmen uns und unsere Gefühle mit in diesen Rhythmus. Nur mal als Beispiel: Bei einem Burnout-Syndrom ist dieser Rhythmus gestört oder in einigen Bereichen nicht mehr vorhanden. Sind die Ovarien gesund und leben sie in einem gesunden Team, dann leben wir als Frau auch in einem Rhythmus. 

Sind wir emotional gesund, dann besitzen wir also Spannkraft, können gut schlafen,  wir sind in der Lage mit einem Lächeln morgens aufzustehen,  wir sind immer wieder optimistisch. Wenn wir uns richtig ärgern, dann hauen wir vielleicht vor Wut kurz mal irgendwo rauf, doch dann geht diese Wut auch wieder. das Prinzip: Auflösen oder raus lassen der Wut funktioniert. Und wir leben in einem Rhythmus. Und zwar: Gerne! 

Geraten  unsere Gefühle aus dem Gleichgewicht, beispielsweise, wenn wir sehr traurig sind, dann sind wir ja nicht einfach nur traurig, nicht wahr? Nein, es ist viel schlimmer: Der ganze Körper und das ganze Hormonsystem sind gleich mit aus dem Ruder. Wir würden uns am liebsten ins Bett legen und die Bettdecke über den Kopf ziehen. Wir schlafen vielleicht nicht gut und lächeln wenig. Der Appetit verändert sich. Entweder, es will uns gar nichts mehr schmecken, oder aber wir stopfen noch mehr in uns hinein.

Wenn das über eine kurze Zeit hinweg so ist, dann erholen wir uns davon rasch wieder. Immer ! 

In der Kinderwunschzeit ? und natürlich auch in vielen anderen Situationen ? sind wir aber häufig traurig und wütend. (Wir erinnern uns: Wut ist fast immer ein Ausdruck von Trauer).

das fühlt sich für unsere Drüsen so an, als ob wir über Monate hinweg Dschingis  Khan persönlich vor uns zu stehen hätten. Und damit wir ihn jeden Tag und jede Stunde auch überwinden können, ihm stand halten, tut der Körper was Kluges: Er stattet uns mit ausreichend Adrenalin aus. Er macht uns zu Amazonen, die ohne zu zögern bereit sind, ihr Schwert zu zücken. Zu Amazonen der Art, die gewinnen! 

Um unsere Drüsenwelt aus diesem permanenten Kriegsgeschehen wieder herauszuholen ist die einzige vernünftige Lösung: Die weiße Flagge zu hissen und das Kriegsgeschehen zu verlassen.

Dieses medikamentös zu bewerkstelligen ist nicht nur der falsche Ansatz, es braucht auch wirklich einen Hammer, damit sich überhaupt etwas zeigt. Und: Die Rückfallquote liegt enorm hoch. Das wäre nicht der Tremmener Weg, das ist mal klar. 

Wir würden sofort in die Emotionen eingreifen.

Und auch die homöopathischen Arzneien sind dann solche, die es uns leichter machen, aus dieser gefühlsmäßigen Sackgasse wieder heraus zu kommen. 

Ein erhöhter Prolaktinspiegel kann beispielsweise so entstehen:

Eine Frau ist immer und immer wieder traurig, weil sie nicht schwanger ist. Dies ist ein Zustand, der von alleine nicht besser wird, sondern, wenn man nicht eingreift von alleine immer schlimmer, denn da kommen dann bald noch schwangere Arbeitskolleginnen hinzu, abtreibende Nachbarinnen, dann Diagnoseschocks, umfallen und immer wider aufstehen. 

Jede Trauer, die wir nicht ausleben oder auflösen können, tarnt sich und zeigt sich dann als ein anderes Gefühl-

bitte auswendig lernen!!! 

In der Regel zeigt sie sich in Form von Wut. Und hier schließt sich der Kreis, und Ihr versteht das bitte: Auf diese Wut reagieren die Drüsen und statten uns hormonell so aus, dass wir kämpfen können- mit Adrenalin. 

Hier brauchen  wir keine Pille sondern eine Änderung unserer Gefühle. Und das sieht viel komplizierter aus, als es ist. Der Gegenspieler von Adrenalin ist Dopamin, viele kennen es als das Glückshormon.

Das bedeutet: Wir müssen nur dafür Sorge tragen, ab und zu mal glücklich zu sein. Nicht oft. Es reichen dreimal am Tag zwei Minuten.

Oder fünfmal am tag eine Minute.

 

Der Holzweg, den wir hier zumeist sehen, ist, dass wir Frauen dieses Glück ausschließlich in einer Schwangerschaft sehen- und so bekommen wir unsere zwei Minuten nicht zusammen.

Es ist viel vernünftiger, öfter mal inne zu halten und das Glück außerhalb des Kinderwunsches zu suchen.

In einem Sonnenaufgang, in einen berührenden Song im Autoradio, in der Anerkennung eines schönen Frühstücks, in einem Lächeln hier und da?.. 

Gelingt dies, dann setzt der Körper jedes mal Dopamin frei, und von hier aus kann er den gordischen Knoten dann von ganz allein aufdröseln. 

Das Problem ist nur: Wer bitte, von uns allen hier, hat heute Morgen eigentlich den schönen Sonnenaufgang überhaupt wahrgenommen?

Vermutlich nicht sehr viele. Denn viele von uns sind Amazonen. Die achten nicht auf sowas. Hormonell gesehen sind sie nicht weich genug, nicht Frau genug, um über ein Weitwinkelobjektiv zu verfügen, dass uns viel mehr wahrnehmen lässt als das Teleobjektiv des Kriegers oder des Mammutjägers.

Da hilft nur eines: Disziplin!

Mit aller Macht innehalten. Glück suchen. Glück sehen. Abwarten, bis man es auch empfinden kann. 

Das mag beim ersten Mal etwas dauern, aber schon bald reicht eine rote Ampelphase dafür aus, denn unser Unterbewusstsein lernt schnell und es wird uns unter allen Umständen bei dieser Rückverwandlung unterstützen. Es ist nicht doof!

 

Nun habt ihr also meine Antwort:

Eine Schieflage der Gefühle ist nur in Ordnung zu bekommen, in dem man die Gefühle wieder gerade hängt. 

Alles andere geht am Thema vorbei und wird allenfalls lindern, nicht aber dauerhaft heilen.

 

Liebe Beate, Phyto-L ist hier nicht das Mittel der Wahl.

 

Es ist eher an Mittel wie Nux moschata C 30 zu denken, um beispielsweise erst einmal

die ganze Anspannung zu lösen, oder auch an Zincum.

 

Wann im Leben hat eine Frau auf ganz natürliche Weise einen erhöhten Prolaktinspiegel?

In der Schwangerschaft und in der Stillzeit.

Könnte es etwa sein, dass unsere Gefühle noch in einer vergangenen Schwangerschaft stecken? Dann müssten wir an die Trauermittel denken, wie beispielsweise Natrium.

 

Hängen wir noch im Diagnoseschock? Dann denken wir an die Schock- und Traumamittel.

 

Das ist homöopathsich der erste Schritt.

 

Erst dann schaut man sich an, wie genau die ellenlange Liste der Symptome aussieht, die die betreffende Frau produziert. Hier sind wir bei der Gesamtheit aller Symptome, die euer Homöopath kennen muss, um maßgeschneidert auf diese Gesamtheit mit einem passenden Mittel zu antworten. 

Das wird funktionieren. 

Dauerhaft ist diese Heilung aber nur dann, wenn auch an den Gefühlen gearbeitet wird.

Denn wenn man sich wieder in die gleiche Gefühlsmühle begibt, dann fängt das alles von vorne an. 

Das kann passieren, und das ist auch nicht schlimm.

Man muss nur wissen, wo man dann genau steht und was zu tun ist.

 

Einen wunderschönen Tag mit vielen kleinen Dopaminchancen wünsche ich Euch!

 

Biggi

Birgit Zart im Oktober 2009

PS: Es ist beispielsweise der Sinn der Traumreisen, einfach mal aus der Anspannung zu kommen. Es geht darum, ab und zu mal Dopamin auszuschütten, das gelingt auch dann, wenn man die Reise nciht zuende hört. Und schon gar nicht müssen solche Reisen irgendwelche Ergebnisse bringen.

Es geht nur um ein kleines Bisschen Dopamin!

 

einen Kommentar schreiben

smile zwinker Big Grins Confused Cool Cry Eek Evil Frown Mad Mr. Green Neutral Razz Redface Rolleyes Sad Surprised

Wenn du das Wort nicht lesen kannst, hier klicken.
CAPTCHA Bild zum Spamschutz