Mittlerweile ist es allgemein gültig anerkannt und vielfach bewiesen. Gefühle bestimmen unsere Hormone und Hormone bestimmen unsere Gefühle. Ein einvernehmliches Wechselspiel, welches uns hilft, uns auf diesem Planeten zurechtzufinden, wo war es schon in der Steinzeit, bei Gefahr mobilisiert der Körper seinen Kraftreserven, in Ruhezeiten erholt er sich, empfindet Glück und Zufriedenheit.

Ein Haken ist da jedoch: Über unsere Lebensmittel, über Medikamente und das Trinkwasser sind wir Hormonen ausgesetzt, die wir nicht mehr kommen sehen und deren Mitbeteiligung an dem großen Spiel der Emotionen kaum jemand überblicken kann. Auch werden wir einer so großen Vielfalt an Studien und Untersuchungen ausgesetzt, die über schädliche und gesunde, gemeine und faire Hormone berichten, die uns leistungsfähiger, sexuell angeregter, konzentrationsfähiger oder aber krank, schlapp und dick machen, dass alleine ein Leben nicht reichen würde, um da noch durchzublicken.

Das mag mutlos machen, vielleicht wünschnen wir uns in die Steinzeit zurück, wo Natur, Leben und Hormone noch in einvernehmender Weise dem Überleben und der Gesundheit dienten.

Viel gesünder und glücklicher ist aber ein einigermassen gelassener Umgang mit all diesen Informationen. Und es ist klug, sich immer auf die Menschen zu verlassen, die über einen langen Zeitraum einfach nur gut beobachtet haben,  die ihren gesunden Menschverstand mit Fachverstand gepaart haben. Und davon gibt es viele.

Und es ist gut, bei seinem eigenen inneren Gefühl der Richtigkeit zu bleiben, im Zweifel innezuhalten und zu spüren: Wo fühle ich mich wohl, welcher Weg passt zu mir. Wie fühle ich mich mit diesem Gedanken, dieser Idee.

Angst, Panik und Hoffnungslosigkeit sind keine guten Ratgeber.

Werden wir ihrer nicht mehr her, dann stimmt etwas nicht.

Dann ist es vielleicht wirklich klug, nicht mit veränderten Gefühlen unsere Hormone beeinflussen zu wollen, sondern andersherum in einer Soforthilfe erst einmal die Körperchemie zu verändern, damit uns das Umdenken leichter fallen kann.

Wir können also zu Akrobaten im Tanz diese Wechselspiels werden, wohl wissend, dass jeder Zustand vorübergehend und jederzeit veränderbar ist. Wir können zu Künstlern unseres eigenen Instrumentes KÖRPER werden. Wenn wir uns trauen, selbst zu denken, selbst zu beurteilen, was uns gut tut, und was uns weniger gut tut.

Es kann sehr heilsam sein, wenn wir uns nicht fremdbestimmen lassen, wenn wir angesichts der Fülle an Informationen den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern ganz im Gegenteil mutig schauen, wo unser ganz eigener Weg ist.

 

Heike Wischer, August 2009

 

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