Primärer und sekundärer Gelbkörpermangel

 

Progesteron ist das Hormon, von dem unsere Fruchtbarkeit sehr beeinflusst wird.
Es wird unter anderem als Gelbkörperhormon und als Corpus Luteum-Hormon bezeichnet.

Während die erste Zyklushälfte als östrogene Phase bezeichnet wird, ist es das Progesteron, welches ab dem Eisprung die zweite Zyklushälfte bestimmt.
Bleibt der Eisprung aus, so findet die progesterone Phase nicht statt und das Östogen bleibt in der Dominanz.

Nach dem Eisprung bleibt die leere Eihülle im Eierstock zurück und bildet den Gelbkörper.
Er geht zu Grunde, wenn in diesem Zyklus keine Schwangerschaft eintritt.
Kommt es zu einer Schwangerschaft, so ist dieser Gelbkörper in den ersten zehn bis zwölf Wochen für die Progesteronproduktion und somit für den Erhalt der Schwangerschaft zuständig. Danach übernimmt die Placenta diese Aufgabe.

Frauen, die einen primären Progesteronmangel haben, haben häufig eine verkürzte zweite Zyklushälfte. Ist der Mangel gering, so kann durchaus eine Schwangerschaft entstehen, doch ist zu beachten, dass ein primärer Gelbkörpermangel immer einen sekundären Mangel nach sich ziehen wird.
Das heißt, ab dem rechnerischen Zyklusende kann die Schwangerschaft nicht ohne Progesteronsubstitution (z.B. Utrogest, Utrogestan...) intakt bleiben. Der winzig kleine Dottersack beginnt abzubluten, die Fruchthülle wird anschließend abgestoßen und das Baby hat keine Chance - es sei denn, man kann den Mangel sofort ausgleichen.
Viele Gyns ignorieren das leider und sagen häufig: ?dann stimmt halt was nicht mit dem Kind?.
Bei Schwangerschaften, die wegen eines sekundären Progesteronmangels zu Grunde gehen, erübrigt sich eine Ausschabung generell, da das schwangerschaftserhaltendene Hormon ohnehin fehlt. Es kommt anfangs zu leichten, später zu etwas stärkeren Blutungen. Hier hat die Natur ihren ganz eigenen Weg.

Immer häufiger kommt es vor, dass Frauen eine gesunde zweite Zyklushälfte haben, ohne Probleme schwanger werden und dann plötzlich ? meistens in der 6./7. SSW - Blutungen bekommen. Hier ist immer auch an einen sekundären Gelbkörperhormonmangel zu denken.
Bei diesen Frauen geht der Gelbkörper im Eierstock bei Eintritt einer Schwangerschaft zu schnell zu Grunde (er realisiert die eingetretene Schwangerschaft nicht) oder er produziert einfach viel zu wenig HCG, um die Schwangerschaft eigenständig intakt zu halten. Auch hier ist kann über eine Progesteronsubstitution nachgedacht werden.

Ganz wichtig: ein primärer Gelbkörpermangel zieht immer einen sekundären Mangel nach sich!!

Auffällig ist, dass Schwangerschaften mit einem männlichen Embryo viel häufiger eine Progesteron-Unterstützung brauchen ? warum das so ist, darüber lässt sich nur spekulieren.

Ein ausgeprägter sekundärer Mangel führte früher in die Kinderlosigkeit. Heute ist bereits ersichtlich, dass er sich möglicherweise durch die weibliche Linie zieht. Hatte die Mutter einen sekundären Mangel, so ist die Tochter recht wahrscheinlich auch davon betroffen.

Ein primärer Mangel lässt sich naturheilkundlich und homöopathisch positiv beeinflussen.



Gina Tarantino, Oktober 2008

 

 

 

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