Leben mit einer Wochenbettdepression

Die meisten betroffenen Frauen suchen die Gründe für ihren Zustand in ihrer veränderten Lebenssituation, die sich ja auch tatsächlich nach der Geburt eines Kindes so darstellt. Hormonelle Umstellung, manchmal schmerzhafter Einschuss der Muttermilch, Stillprobleme, körperliche Beschwerden nach Geburtsverletzungen, Schlafentzug, Überforderung, Unsicherheit und Sorge um das Neugeborene.

In der Tat ist das ein großes Paket. Und dennoch schaffen es ja ganz offensichtlich die meisten Frauen, dieses Paket zu tragen, ihr Kind zu lieben, glücklich zu sein und ihr Leben trotzdem zu meistern.

Frauen, die sich nach der Geburt emotional und körperlich nicht erholen, schämen sich für ihren Zustand. Sie suchen die Gründe fast ausschließlich bei sich selbst, haben große Schuldgefühle und viele begeben sich in eine einsame Isolation. Sie ziehen sich zurück, haben keine Kraft mehr, sind oft zornig auf die Väter ihrer Kinder und fühlen sich hoffnungslos und dem Leben ausgeliefert.

Ein erster wichtiger Schritt ist, zu erkennen, dass man mit diesen Gefühlen nicht alleine ist. Das es vielen Frauen genauso geht. Das die meisten nur leider nicht darüber sprechen.

Der zweite wichtige Schritt ist: Hilfe suchen.

 

 

Heike Wischer, Juli 2009

 

 

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