Schneewittchen

Eine Mischung aus ätherischen Ölen 

Vor einigen Jahren hatten wir uns einmal zusammengesetzt, und uns überlegt, welche Öle der Frauenheilkunde wohl gut zueinander passen und in welchen Mischungsverhältnissen sie miteinander harmonieren würden. Anlass waren all die unterschiedlichen Beschwerden, die die Frauen an uns herangetragen hatten. Da gerade die Endometriose aber auch PMS vielen Frauen teilweise starke Schmerzen bereiten, nahmen wir natürlich auch Lavendel und Nelke mit ihren schmerzstillenden Eigenschaften mit in unser kleines Projekt.

 

Dabei herausgekommen ist eine Mischung, die wir Schneewittchen nannten. Ich weiß gar nicht mehr so genau, wie wir darauf kamen. Eine Mischung aus den Ölen Anis, Basilikum, Fenchel, Kamille blau, Lavendel, Minze, Muskateller-Salbei, Nelke, Origanum, Petit Grain, und Salbei.

 

Diese bislang unverändert gebliebene Mischung haben wir immer und immer wieder, gerade auch in Kombination mit der Fruchtbarkeitsmassage empfohlen und waren über die vielen positiven Rückmeldungen, gerade bei Schmerzen und Zyklusschwankungen zunächst selbst etwas verblüfft. In relativ kurzer Zeit, so wurde uns berichtet, verbesserten sich Beschwerden, Schmerzen ließen nach ? so dass oftmals eine nicht unerhebliche Reduzierung von Schmerzmitteln möglich war -, hormonelle Schwankungen veränderten sich zum Positiven und das allgemeine Wohlbefinden verbesserte sich.

 

Wir möchten Euch deshalb hier nochmals gesondert auf Schneewittchen aufmerksam machen.

 

Nun all die verschiedenen Öle selbst zu besorgen und zu mischen wäre einfach zu teuer und so halten wir immer einen kleinen Vorrat an fertigen Mischungen auf Lager.

 

Die Anwendung ist denkbar einfach: Ihr nehmt ein Basisöl (Sonnenblumenöl oder Olivenöl) und gibt in dieses Basisöl soviel Schneewittchen, wie es Euch beliebt. Normalerweise wird eine Anteil an ätherischen Ölen von 3 % empfohlen. Die Frauen hatten Schneewittchen, gerade auch in akuten Situationen oftmals aber auch pur auf den Bauch aufgetragen, und damit beste Hilfe erhalten. Ich möchte Euch deshalb empfehlen, selbst auszuprobieren, wie Ihr Schneewittchen anwenden möchten. Beispielsweise nur ein paar Tropfen in Euer Massageöl, pur, wenn es weh tut oder fifty-fifty, wenn Ihr es vorbeugend vor der nächsten Mens oder dem nächsten Eisprung einsetzten möchtet.

 

Hier nun noch einige Wirkungsweisen der einzelnen Öle. Ich habe nicht alle aufgeführt, aber die meisten.

Lieber Gruß

Heike

 

Anis 

In der Frauenheilkunde findet der Anis seine Anwendung:  

  • ? bei zu schwacher oder ausbleibender Regelblutung
  • ? bei Regelkrämpfen
  • ? bei PMS
  • ? zur Hormonregulierung
  • ? um den eigenen Zyklus wieder in Gang zu bringen (z.B. nach Pille, Ausschabung)
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Basilikum

In der Kinderwunschzeit gehört Basilikum in die Zeit, in der die Kontrolle noch vorherrscht. Wenn es noch nicht so recht gelingen will, Temperaturkurven und Thermometer über den Jordan zu werfen. Und auch in die Zeit, in der wir auf unsere Mens warten, wenn wir grübeln, ob wir denn nun vielleicht schwanger sind oder nicht. Wenn mit jedem Tag die Hoffnung in uns aufsteigt, und mit ihr aber auch die Angst vor der Hoffnung. Basilikum kann helfen, uns dem Leben wieder hinzugeben, ohne es eilig zu haben, ohne in Ungeduld zu sein. Es genügt dann jeweils ein Tropfen aufs Handgelenk- und sofort wird Basilikum uns umarmen, trösten und uns mehr Geduld schenken.

Indikationen:

  • ? Bei emotionalen und mentalen Krisen
  • ? Konzentrationsschwäche
  • ? Ängste
  • ? Trauer
  • ? Blockaden
  • ? Schwere mentale Probleme und Krisen
  • ? Gefühl von Sinnlosigkeit
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Fenchel, wilder

Wie Anis, ist in der Frauenheilkunde auch der Fenchel unverzichtbar.

Indikationen:

  • ? Unregelmäßige oder ausbleibender Mens
  • ? Ungenügende Regelblutung
  • ? Regelschmerzen
  • ? PMS
  • ? Bei Eierstockzysten: zusammen mit Koriander in einem Massageöl über mehrere Wochen
  • ? Bei Neigung zu wiederkehrenden Infektionen der Uro-Genitale.
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Fenchel wirkt prima im Massageöl und wird gut über die Haut aufgenommen. Um den Zyklus anzukurbeln empfiehlt sich das Hydrolat für die innerliche Einnahme. Morgens und Abends einen Teelöffel Fenchelhydrolat in einem Glas Wasser trinken. Wer lieber den Tee trinken möchte: 4 Esslöffel auf einen Liter Wasser aufgiessen und diesen den Tag über verteilt trinken.

 

Kamille, deutsche, blaue 

Im Gegensatz zu der römischen Kamille enthält die blaue Kamille sehr viel Azulen. Azulen hat stark entzündungehemmende Eigenschaften und wurde daher längst von der Schulmedizin geprüft und chemisch nachgebaut.

Hier weitere Indikationen:

  • ? Bei seelischer Erregung,
  • ? wenn der Schock in den Gliedern sitzt
  • ? Kamille ist fiebersenkend und entzündungshemmend
  • ? Gemeinsam mit Karottensamenöl ist sie ein Wiederaufbauer der Haut.
  • ? Hilft bei Menstruationsschmerzen,
  • ? PMS
  • ? Blasenentzündung (Sitzbad)
  • ? Dammschnitt-und ?riss (Sitzbad)
  • ? Ausfluß
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Lavendel, wild

Der Lavendel findet überall, auch in der Frauenheilkunde seinen Platz, sei es , um ein Massageöl abzurunden, um sich seine schmerzstillenden Eigenschaften zu Nutze zu machen. Oder, um uns wieder in unsere Mitte zu bringen. Das ist es doch, wo wir gerne wieder hin möchten: in unsere Mitte, zurück zu sein an unserem Platz, als Würdenträgerin des heiligen Raumes.

 

Minze

Gegen Übelkeit und Brechreiz, Aufbau der Leberzellen, Gebärmuttertonikum: für die Niederkunft mit Nelke. Gibt Spannkraft zurück, allgemeine Stimulans. Blutreinigend: nach Antibiotikabehandlungen mit Zitrone und Rosmarin cineol.

 

Muskateller-Salbei

Östrogen-artige Wirkung: Genitalaffektionen, Schwankungen und Ausbleiben der Monatsblutung, Regelbeschwerden, -schmerzen und ? krämpfe. Spasmolytisch: entspannt die Nerven, wirkt antidepressiv. Verbessert die arterielle Blutzirkulation. Zur Terrainbehandlung weiblicher Erkrankungen: zusammen mit Majoran tägliche Einreibungen eines 1-3% Massageöls. Sehr gute Ergänzung zum echtem Salbei, Muskateller-Salbei ist aber sanfter.

 

Nelke

Das Hebammenöl. Gebärmuttertonikum. Erleichtert die Entspannung der Gebärmuttermuskeln vor der Geburt. Es ist antiseptisch, bakterizid, virizid. Diverse Infektionen, die Einreibungen des Leibes mit Nelkenöl verhinderten in früheren Zeiten Infektionen der Frauen, besonders nach der Entbindung. Es ist Schmerzbetäubend.

 

Salbei 

Ätherisches Öl der Frau: reguliert oder provoziert den Menstruationsfluss. Ausbleibende Regel, Zyklusunregelmäßigkeiten (mit Muskatella-Salbei ), geht prima auch bei äußerlicher Anwendung. Meist ist vorher oder nebenher Rosmarin verbenon um den Stoffwechsel zu reinigen und alte Arzneimittel aus dem Körper zu ziehen. Schweißregulierend. Verbessert die Blutzirkulation: Krampfadern, venöse Beckenstauung, bei Akne, Rheuma und Gelenksentzündungen.

 

Heike 23.2.2009