"Babyneid ist ein Ausdruck unserer Sehnsucht nach unseren Kinern"

Neid ist eine Charakterschwäche.

Neid gibt es nur in der Körperlichkeit.

Neid ist ein Ausdruck von Angst.

Angst zeigt uns immer an, wenn sich ein System aus seiner 100%igen Übereinstimmung herausverloren hat.

Neid ist eine Charakterschwäche ???

Nein, er ist natürlich keine Charakterschwäche.

Und deshalb muss dieser Irrtum zuerst begradigt werden, richtig gestellt werden.

Damit sich an die Seite des Neides nicht auch noch die Schuld gesellt.

Ich spreche Dich also frei von Schuld.

Und ich spreche Dich frei vom Neid.

Was Du da fühlst, ist nichts weiter, als die wunderbare Sehnsucht nach Deinem Kind.

Die Kinder anderer Mütter erinnern Dich immer wieder an diese Sehnsucht, das ist von der Natur so gewollt und vorgesehen.

So gesehen hat Dein Wunschkind die Möglichkeit, durch andere Babys schon zu Dir zu flüstern, lange, lange bevor es Deinen Körper erreicht hat.

Das ist wichtig, weil die Eltern-Kind-Beziehung lange vor der sogenannten körperlichen Empfängnis vorausgestaltet wird.

Hör sofort auf, Dich gegen diese Sehnsucht, gegen dieses zarte Flüstern Deines Kindes zu wehren. Denn du machst Dir damit nur Dein Leben schwer. Begrüße jedes Babygeplapper und höre, erhöre, fühle, erfühle und erlerne und erfahre die Beziehung zu Deinem (eigenen) Kind.

Diese Sehnsucht und diese Vorgespräche zu und nach Deinem Kind sind ein sehr wichtiges Werkzeug der Natur.

Verdränge diese Sehnsucht nicht.

Hör sofort auf, dieses Werkzeug der Natur zu ignorieren. Verstehe es und bediene Dich dieses Werkzeuges und lass auch Du Dich zum Werkzeug machen. Lass die Natur spielen, wie ein Klavierspieler es auf seinem Instrument tut.

Nur so kann die Natur virtuos werden.

Erhöhe Dich zu dem Instrument, dass Du bist.

Und bade Dich in Vorfreude.

Unterdrückte Sehnsucht macht Trauer.

Unterdrückte Trauer macht wütend.

Unterdrückte Wut macht neidisch.

Der Ausstieg aus diesem Kreis ist ein einfacher, kleiner Schritt, ein kleiner Schritt nur.

Lieber Gruß,

Biggi und Heike , 19.4.2004