"Väter wollen beschützen"

Es hat alles irgendwie miteinander zu tun. Ein verrückter Gedanke:

Wissenschaft ist der Wunsch unserer Männer, alles wieder in Ordnung zu bringen. Gar nicht böse gemeint, nur der Wunsch nach Sicherheit, der Wunsch nach Behüten, für meine Liebsten den besten Weg mit der höchstmaximalen Überlebenschance.

Ich habe, als ich mit Biggi auf dem Weg von Frankfurt nach Hause war, einen interessanten Artikel gelesen:

Wann fing das "Böse" an. Böse hieß, Unterdrückung, Lieblosigkeit, die Brut tot beißen, Hoffnungslosigkeit, Hungern und hungern lassen usw.

Männer hantieren daran rum, versuchen eine Lösung zu finden.

Eine Erklärung seitens der Männer:

Es begann mit der Entstehung der Wüsten. Je größer die Wüste, umso größer die Aggression, umso größer die Lieblosigkeit, die Verwahrlosung der Menschen.

Unsere Männer haben entdeckt, dass die ersten Funde von menschlicher Gewaltanwendung an menschlichen archäologischen Funden erst nach Eintritt der Wüsten aufgefunden wurden.

Ich weiß nicht, ob das richtig ist oder Quatsch. Aber nach der Weiblichkeit, der Fruchtbarkeit und der Mutterliebe müssen doch die Eigenschaften der Männer folgen.

Sie wollen uns beschützen. Sie wollen uns ernähren und sie zeigen ihre Liebe durch dieses Bemühen.

Oh weia, wohin ufere ich hier gerade aus??

Ich mach einfach mal weiter.

Männer suchen nach Lösungen, wenn wir uns nicht mehr wohlfühlen und um Hilfe bitten.

Selbst, wenn wir unser Wohlsein nur beschreiben wollen, sind sie auf Lösung gepolt. "Meine Familie muss sich wohl fühlen".

Kann ich sie nicht ernähren, nicht beschützen, hungert die Mutter meiner Kinder, dann muss ich die Lösung finden.

Wenn ich sie nicht finde, dann forsche ich, oder ich schaffe meiner Familie den Raum, den sie braucht, um zu überleben.

Ich marschiere wie eine Kettensäge da durch und ich werde nicht aufgeben. Ich forsche, ich führe Kriege, ich werde beißen, und verteidigen.

Gerechtigkeit und Liebe spielen keine Rolle mehr, ich will, dass meine Frau wieder zu mir sagt: Alles ist gut,

Und für diesen Satz - Alles ist gut - werde ich alles tun. Lösungsorientiert, alles andere ist mir egal.

Das hier ist ein Kreis, der sich für mich gerade schließt.

Ich weiß nicht, ob das noch zum Thema passt, aber mir rieseln hier gerade tausend Gänsehäutchen durch den Körper und auf einmal denke ich, dass ich die Vaterliebe entdeckt habe, für einen Kurzen Moment empfunden habe und endlich verstehen kann.

Allet Liebe,

Heike, 16.12.2002